Allgemeine Begriffe zur Pflege

Mit diesen Informationen wollen wir Ihnen einen kurzen Überblick geben, was alles zur Pflege gehört. Das Wort Pflege gilt für viele Begriffe z.B. Pflege von Kontakten, Kundenpflege, Autopflege, Schönheitspflege, Fußpflege, Hautpflege, Zahnpflege und vieles mehr.

Bei der Pflege von Personen unterscheidet man in die Bereiche Alten-und Krankenpflege:

  • „Krankenpflege“ nach § 132a Sozialgesetzbuch V (SGB V), ist auch als Behandlungspflege bekannt.
  • „Altenpflege“ ist die Pflege nach Pflegeversicherung für pflegebedürftige Personen nach Sozialgesetzbuch elftes Buch (SGB XI)

Altenpflege nach Pflegeversicherung

Zur Altenpflege (auch Seniorenpflege, häusliche oder ambulante Pflege genannt) zählen Leistungen, die pflegebedürftige Personen in Anspruch nehmen, weil sie selbst nicht oder nicht ausreichend in der Lage sind, entsprechende Tätigkeiten auszuführen. Welche Leistungen erbracht werden sollen, bestimmt die pflegebedürftige Person oder deren Angehörige im Auftrag. Dies können sein: teilweise oder vollständige Übernahme der Körperpflege, der Mobilisation, der Ernährung und der Hauswirtschaft. Die Bezahlung der erbrachten Leistungen obliegt der pflegebedürftigen Person selbst. Auch notwendige Anleitung oder Aufsicht sind Bestandteile der Pflege.

Sind die Vorgaben nach SGB XI erfüllt, so unterstützt die Pflegekasse die Kosten für die Pflege mit einem Zuschuss, der je nach Einstufung in der Pflegeversicherung festgelegt ist. Die Kosten für die einzelnen Pflegeleistungen sind in Baden-Württemberg einheitlich durch die Pflegekassen vorgegeben.

24-Stunden-Pflege?

Immer wieder hört man, dass eine Person 24 Stunden Pflege braucht. Nur was ist damit gemeint? Bei einer 24-Stunden-Pflege wechseln sich 3 Personen alle 8 Stunden am Pflegebett ab. z.B. bei Beatmungspflege muss jederzeit von der Pflegeperson eingegriffen werden können.

24-Stunden-Betreuung

Mit dem Ausdruck 24-Stunden-Betreuung ist gemeint, dass jemand da sein sollte, der zu gegebener Zeit eine pflegerische Hilfe erbringen kann, z. B. eine Betreuungsperson vor Ort, die aber auch in einem eigenen Zimmer schlafen kann. Medizinische Pflegeleistungen dürfen nicht ohne Anordnung eines Arztes erbracht werden. Oftmals sind es keine Pflegeleistungen die zu erbringen sind, sondern Handreichungen oder das Wissen, dass jemand erreichbar ist, wenn man Hilfe braucht. Deshalb sollte man bei der Auswahl der Pflegeperson bzw. des Pflegedienstes auf diese Erreichbarkeit achten.

Betreuungsleistungen

Betreuungsleistungen können nur unter bestimmten Voraussetzungen von der Pflegekasse bezuschusst werden. Dies ist im § 45b SGB XI (zusätzliche Betreuungsleistungen) geregelt.

Hauswirtschaftliche Hilfen

Bei Krankheit oder Unfall kann unter bestimmten Voraussetzungen bei der zuständigen Kasse eine Erstattung der Kosten beantragt werden. Familienpflege mit Unterstützung zur Haushaltsweiterführung und Kinderbetreuung (für Kinder unter 12 Jahren) kann auch unter bestimmten Voraussetzungen von der Krankenkasse finanziert werden.

Verhinderungspflege

Verhinderungspflege wird von der Pflegekasse bei Vorliegen einer Pflegeeinstufung gewährt, wenn die Pflegeperson selbst durch Unfall, Krankheit, Urlaub und durch berufliche/private Termine verhindert ist.

Der MDK

Der Medizinische Dienst der Krankenkassen unterstützt alle Kranken-/Pflegekassen durch seine medizinische und pflegerische Kompetenz. Sie prüfen unter anderem, ob die Voraussetzungen für Pflegebedürftigkeit vorliegen und empfehlen eine Pflegestufe. Eine ausführliche Liste der Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten ist auf der Webseite des MDK zu finden.

Betreutes Wohnen

Das Betreute Wohnen verbindet die Ausstattung einer altersgerechten Wohnung mit unterschiedlichen Serviceangeboten und Gelegenheiten für soziale Kontakte. Den Bewohnerinnen und Bewohnern bietet das Betreute Wohnen eine abgeschlossene Wohnung, d. h. die Bewohnerinnen und Bewohner haben das Hausrecht in ihrer Wohnung, sie entscheiden, wie diese eingerichtet wird und wer Zugang zu ihr hat. Mit dem Betreiber des Hauses wird ein Mietvertrag abgeschlossen. Die Besonderheit beim Betreuten Wohnen besteht darin, dass ein sogenannter Grundservice verpflichtend vorgegeben ist. Dieser Grundservice wird mit einer monatlichen Pauschale bezahl und ist im Betreuungsvertrag konkret festgelegt. Grundservice, bestehend aus

  • dem haustechnischen Service: der Hausmeister ist für das einwandfreie Funktionieren der gesamten Haustechnik und der Notrufeinrichtung zuständig. Außerdem gehört die Reinigung des Gebäudes außerhalb der Wohnungen einschließlich des Winterdienstes zu seinem Aufgabenbereich. 
  • der Organisation des Notrufes: in jeder Wohnung muss ohne Probleme eine Notrufeinrichtung installiert werden können. Es muss eindeutig festgelegt sein, was im Einzelnen bei Auslösen eines Notrufes passieren wird. 
  • der Betreuung; diese wird von einer Fachkraft geleistet, die zu festen Zeiten stundenweise vor Ort anwesend ist oder andernorts Sprechstunden anbietet. Ihre Aufgabe ist schriftlich festgelegt und besteht darin, für den einzelnen Bewohner Anlaufstelle zu sein, Kontakte zu knüpfen, Veranstaltungen im Haus anzubieten und bei Bedarf Hilfeleistungen zu vermitteln. 

Die o. g. Betreuung wird über die Betreuungspauschale finanziert. Die Höhe der Betreuungspauschale ist im Miet- bzw. Betreuungsvertrag festgelegt. Die Höhe der Betreuungspauschale für eine Person variiert in Karlsruhe derzeit zwischen 41 Euro und max. 412 Euro monatlich. Die durchschnittliche Höhe beträgt ca. 85 Euro.

Wahlservice

Der Wahlservice umfasst im Wesentlichen Hilfeleistungen und Unterstützungsdienste im Haushalt, in der Pflege und bei Besorgungen. Welche Hilfen von welchem Dienst erbracht werden sollen, entscheidet der einzelne Bewohner selbst. Die Betreuungskraft ist jedoch auf Wunsch bei der Vermittlung von Diensten behilflich. Dienste wie z. B. Fahrdienste, Wäscheservice u. Ä. sollten bei entsprechendem Bedarf ebenfalls vermittelt werden können. Oftmals haben die Einrichtungen eigene ambulante Dienste, die diese Angebote zur Verfügung stellen oder sie haben einen Kooperationsvertrag mit einem geeigneten Dienst abgeschlossen, an den man jedoch nicht zwingend gebunden ist. Einzelne Dienstleistungen im Haushalt, z. B. Reinigungs- und Einkaufshilfen, in der Pflege und bei sonstigen persönlichen Erledigungen, sind wählbare Zusatzleistungen, die individuell angefordert und abgerechnet werden müssen. Für Zusatzleistungen kann jeder ambulante Pflegedienst in Anspruch genommen werden.

 

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 Leitstelle Pflegeservice Habura

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