Was steht Ihnen alles nach SGB XI zu?

§36 Pflegesachleistung

Pflegebedürftige haben bei häuslicher Pflege Anspruch auf Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung als Sachleistung (häusliche Pflegehilfe). Häusliche Pflegehilfe wird durch geeignete Pflegekräfte erbracht. Zur Abrechnung mit der Pflegekasse müssen die ambulanten Pflegeeinrichtungen einen Versorgungsvertrag mit der Kasse abgeschlossen haben.

§37 Pflegegeld

Wird die Pflege durch selbst beschaffte Pflegehilfen oder Angehörige erbracht, wird ein Pflegegeld ausbezahlt.

§37(3) Qualitätssicherung

Pflegebedürftige, die Pflegegeld beziehen, haben bei den Pflegraden 2 und 3 einmal halbjährlich und bei den Pflegegraden 4 und 5 einmal vierteljährlich eine Beratung in der eigenen Häuslichkeit durch eine zugelassene Pflegeeinrichtung abzurufen. Mit dem Pflegegrad 1 ist eine halbjährliche Beratung möglich, aber nicht erforderlich.
Die Beratung dient der Sicherung der Qualität der häuslichen Pflege und der regelmäßigen Hilfestellung und praktischen pflegefachlichen Unterstützung der häuslich Pflegenden.

§39 Verhinderungspflege

Bei Verhinderung der Pflegeperson wegen Erholungsurlaubs, Krankheit oder aus anderen Gründen übernimmt die Pflegekasse die Kosten der Ersatzpflege bis zu einer Höhe von 1612 € im Jahr. Weitere 806 € jährlich lassen sich aus dem Budget der Kurzzeitpflege umwidmen. Die Verhinderungspflege kann auch stundenweise erbracht werden und ist dann nicht auf 28 Tage beschränkt.

§40 Pflegehilfsmittel

  • Zu den Pflegehilfsmitteln gehören Verbrauchsmaterialien wie Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel oder Bettschutzeinlagen. Dafür erstattet die Pflegekasse bis zu 40 € im Monat.
  • Technische Pflegehilfsmittel (wie Badelifter) werden üblicherweise von den Pflegekassen geliehen. Sie kümmern sich auch um Wartung und Reparaturen. Ein Eigenanteil ist fällig, sofern keine Zuzahlungsbefreiung besteht.
  • Verbesserungen des Wohnumfeldes (wie die Entfernung von Türschwellen) werden mit bis zu 4000 € pro Maßnahme bezuschusst.

§41 Tages- und Nachtpflege

Pflegebedürftige haben Anspruch auf teilstationäre Pflege in Einrichtungen der Tages- oder Nachtpflege, wenn häusliche Pflege nicht in ausreichendem Umfang sichergestellt werden kann oder wenn dies zur Ergänzung oder Stärkung der häuslichen Pflege erforderlich ist.

§42 Kurzzeitpflege

Kann die häusliche Pflege zeitweise nicht, noch nicht oder nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden und reicht auch teilstationäre Pflege nicht aus, besteht Anspruch auf Pflege in einer vollstationären Einrichtung. Dies ist auf 4 Wochen pro Kalenderjahr beschränkt.

 

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 Leitstelle Pflegeservice Habura

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