Pflegegrad

Ein Pflegegrad beschreibt das Maß der Pflegebedürftigkeit, also die Hilfe, die notwendig ist, um das tägliche Leben zu absolvieren. Seit 2017 wird die Pflegebedürftigkeit in 5 Pflegegrade zugeordnet. Der MDK nutzt bei der Einstufung einen Fragebogen mit insgesamt 63 Fragen aus den sechs Bereichen Mobilität, kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, Selbstversorgung, Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen oder Belastungen, Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte.

Je mehr die Selbstständigkeit eingeschränkt ist, desto höher die Punktzahl. Die Module und auch Fragen innerhalb der Module sind verschieden gewichtet, was die Berechnung etwas unintuitiv gestaltet.

Pflegegeld

Bei Inanspruchnahme von Pflegegeld überweist die Pflegekasse, jeweils am Monatsanfang das Pflegegeld auf das Konto des Pflegebedürftigen. Das Pflegegeld kann nach eigenem Ermessen für die Kosten der Pflege ausgeben werden, d.h. er muss dies nicht nachweisen.

Allerdings ist er verpflichtet, entsprechend seiner Einstufung einmal im halben Jahr (bei den Pflegegraden 2 und 3) oder viermal im Jahr (bei den Pflegegraden 4 und 5) durch einen zugelassenen Pflegedienst prüfen zu lassen, dass die Pflege gesichert ist. Diese Bescheinigung des ambulanten Dienstes muss der Krankenkasse rechtzeitig zugesandt werden, damit das Pflegegeld nicht gekürzt oder ganz gestrichen wird. Beim Pflegegrad 1 sind diese Beratungsbesuche freiwillig.

Pflegesachleistungen

Werden Pflegeleistungen in der häuslichen Pflege von zugelassenen Pflegediensten erbracht, spricht man hierbei von Pflegesachleistungen. In diesem Fall entfällt die Pflegegeldzahlung zu Beginn des Monates. Der ambulante Pflegedienst erbringt die vereinbarten Leistungen und rechnet zu Beginn des nächsten Monats mit der Pflegekasse ab.

Sind die Kosten der Pflege niedriger als die Höhe der zustehenden Sachleistungen, so wird dem Pflegebedürftigen, anteilig (prozentual) das restliche Pflegegeld überwiesen. Dies erfolgt erst nach Abrechnung mit dem Pflegedienst.

Sind die Kosten der Pflege durch den ambulanten Dienst jedoch höher, als die Höhe der zustehenden Sachleistung, so wird dem Pflegebedürftigen der Differenzbetrag in Rechnung gestellt.

Entlastung

Seit Januar 2017 erhalten Pflegebedürftige einen Entlastungsbetrag von 125 € pro Monat. Damit kann Hilfe in den Bereichen Betreuung und Hauswirtschaft in Anspruch genommen werden. Diese Leistung ist zweckgebunden und wird nicht ausbezahlt, allerdings können nicht in Anspruch genommene Beträge einige Zeit gesammelt werden.

 

Übersicht über die Geld- und Sachleistungen

Pflegegrad

Sachleistung

Pflegegeld

Entlastung

1

 

 

125,- €

2

689,- €

316,- €

3

1298,- €

545,- €

4

1612,- €

728,- €

5

1995,- €

901,- €

 

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