Mehr Lebensqualität durch Altenpflege, durch Langzeitpflege

Lebensqualität

Die geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten nehmen im hohen Alter ab. Die Aufgabe der Altenpflege ist, die Selbstständigkeit des Betroffenen so weit möglich zu erhalten und zu fördern. Notwendige Pflege wird im Gespräch ermittelt und mit Zustimmung des Betroffenen individuell erbracht.

Die Altenpflege hat als Ziel, eine stabile Lebensqualität zu erhalten. Die häusliche Umgebung bietet viele Vorteile. In vertrauter Umgebung kann das gesamte gewohnte Umfeld des Pflegebedürftigen mit eingezogen werden. Dazu gehören Angehörige, Nachbarn und Bekannte, aber auch professionelle und ehrenamtliche Dienstleister.

So unterstützen wir sie

Wir verstehen unsere Rolle als ambulanter Pflegedienst nicht nur darin, die notwendigen Leistungen zu erbringen. Unser Pflegeberater und unsere geschulten Pflegekräfte erkennen Ihren Bedarf oder Störungen und können Sie so individuell versorgen.

  • Bevor wir mit der Pflege beginnen, erstellen wir einen Leistungsplan und einen Kostenvoranschlag. Wir beraten Sie über Hilfsmittel, Budgets und alles, was Sie und uns bei der Pflege entlastet. Wir können Sie auch beim Beantragen unterstützen. Die pflegerische Versorgung wird dann in kurzer Zeit koordiniert.
  • Nach der Terminabsprache versorgen wir Sie zuverlässig zu Ihrem Wunschtermin. Naturgemäß können bei der Arbeit mit Menschen Abweichungen von der Planzeit entstehen. Wir sind darauf jedoch sehr gut vorbereitet und können somit Verspätungen oder gar Ausfälle minimieren.
  • Wir beraten Kunden wie Angehörige individuell zu ihrer Situation und können Probleme frühzeitig erkennen und vorsorgen oder behandeln

Pflegeeinstufung

Für die Pflegeeinstufung muss ein Antrag bei der Pflegekasse gestellt werden, dazu genügt ein Anruf oder formloser Antrag. Die Pflegekasse beauftragt nun den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) oder (bei privat versicherten) einen anderen unabhängigen Gutachter mit einer Begutachtung. Dieser kündigt seinen Besuch rechtzeitig an oder vereinbart einen Termin mit Ihnen.

Seit 2017 wird die Pflegebedürftigkeit in 5 Pflegegrade zugeordnet. Der Gutachter des MDK nutzt bei der Einstufung einen Fragebogen mit insgesamt 63 Fragen aus sechs Bereichen:

  • Mobilität
  • Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
  • kognitive und kommunikative Fähigkeiten
  • Selbstversorgung
  • Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen oder Belastungen
  • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte.

Je mehr die Selbstständigkeit eingeschränkt ist, desto höher die Punktzahl. Die Bereiche "außerhäusliche Aktivitäten" und "Haushaltsführung" werden ebenfalls erfasst, fließen aber nicht in die Bewertung ein

Vorbereitung auf die Begutachtung

Die Begutachtung wird oft als unangenehm oder peinlich empfunden, da Schwierigkeiten bei Alltagssituationen dargelegt werden müssen. Es gibt Halt, wenn ein Angehöriger, die Pflegeperson oder ein Mitarbeiter des Pflegedienstes zur Unterstützung dabei ist. Diese Vertrauensperson kann auch weitere Auskunft geben und Aussagen ergänzen. Bleiben Sie bei der Wahrheit, aber lassen Sie nichts aus.

Halten Sie folgende Unterlagen bereit:

  • Aktuelle Berichte von Ärzten, Krankenhäusern oder Reha-Einrichtungen
  • Ihren Medikamentenplan
  • Eine Übersicht über ihre genutzten Hilfsmittel (Brille, Hörgerät, Gehstock, Rollator, …)
  • Schwerbehindertenausweis, falls vorhanden
  • Falls wir bereits für Sie tätig sind, natürlich auch Pflegeplanung und -dokumentation

Pflegegeld

Bei Inanspruchnahme von Pflegegeld überweist die Pflegekasse, jeweils am Monatsanfang, das Pflegegeld auf das Konto des Pflegebedürftigen. Das Pflegegeld kann nach eigenem Ermessen für die Kosten der Pflege ausgeben werden, d.h. er muss dies nicht nachweisen. Allerdings ist er verpflichtet, regelmäßig durch einen Pflegedienst prüfen zu lassen, ob die Pflege gesichert ist.

Pflegesachleistungen

Werden Pflegeleistungen in der häuslichen Pflege von einem zugelassenen Pflegedienst erbracht, spricht man hierbei von Pflegesachleistungen. In diesem Fall entfällt die Pflegegeldzahlung zu Beginn des Monates. Der ambulante Pflegedienst erbringt die vereinbarten Leistungen und rechnet zu Beginn des nächsten Monats mit der Pflegekasse ab.

Sind die Kosten der Pflege niedriger als die Höhe der zustehenden Sachleistungen, so wird dem Pflegebedürftigen, anteilig (prozentual) das restliche Pflegegeld überwiesen. Dies erfolgt erst nach Abrechnung mit dem Pflegedienst.

Sind die Kosten der Pflege durch den ambulanten Dienst jedoch höher, als die Höhe der zustehenden Sachleistung, so wird dem Pflegebedürftigen der Differenzbetrag in Rechnung gestellt.

Entlastung

Seit Januar 2017 haben Pflegebedürftige Anspruch auf einen Entlastungsbetrag von 125 € pro Monat. Damit kann Hilfe in den Bereichen Betreuung und Hauswirtschaft in Anspruch genommen werden, allerdings keine Leistungen im Bereich der Selbstversorgung. Diese Leistung ist zweckgebunden und wird nicht ausbezahlt, allerdings können nicht in Anspruch genommene Beträge einige Zeit gesammelt werden.

Verhinderungspflege

Voraussetzungen

Voraussetzung ist, dass der Pflegebedürftige mindestens 6 Monate zuhause gepflegt worden ist. Üblicherweise gilt das ab Datum der Einstufung, falls keine Pflege vorher im Bericht des MDK festgestellt wurde. Fällt die Pflegeperson vorübergehend aus, tritt die Verhinderungspflege in Kraft.

Wer übernimmt die Vertretung der Pflegeperson?

Pflegebedürftige können in vertrauter Umgebung bleiben und Hilfe durch eine ambulante Pflegeeinrichtung in Anspruch nehmen. Die Verhinderungspflege kann aber auch stationär in einem Pflege- oder Wohnheim stattfinden.

Welche Kosten werden übernommen?

Grundsätzlich besteht je Kalenderjahr ein Anspruch in einer Höhe von 1.612 €, weitere 806 € können aus dem Budget der Kurzzeitpflege umgewidmet werden. 

Stundenweise Verhinderungspflege

Statt der 28 Tage Verhinderungspflege kann auch stundenweise Verhinderungspflege vereinbart werden, wenn die Verhinderungspflege für weniger als 8 Stunden pro Tag in Anspruch genommen wird. Es ist möglich, einen festen Tag zu vereinbaren, bei denen z.B. Arztbesuche oder freie Vor- oder Nachmittage der Pflegeperson geplant werden.

Abwicklung

Benötigt die Pflegeperson eine Auszeit oder ist sie beruflich/privat verhindert, kann die Verhinderungspflege beantragt werden. 

Sie müssen sich entscheiden ob stundenweise oder tageweise die Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden soll. Wenn Sie uns mit der Verhinderungspflege beauftragen, erhalten Sie zum Ende des Monats eine Abrechnung speziell zur Verhinderungspflege. Diese Kosten werden dann von uns direkt mit der Pflegekasse abgerechnet, zusätzlich zu den Abrechnungen über erbrachte Sachleistung.

Beispiel: Der Kunde A benötigt jeden donnerstags vormittags eine Pflegeperson, die sich anstelle von Angehörigen um die Versorgung von 10-14 Uhr kümmert. Hierzu stellt der Pflegedienst eine Fachkraft ab und rechnet diese Zeit als Verhinderungspflege mit der Kasse ab.

Beim Gespräch mit unserer Pflegeberatung können wir Ihnen ausführliche Informationen und Hilfen anbieten.

Die meisten Pflegekassen verlangen, dass die Verhinderungspflege auf hauseigenen Formularen beantragt wird. Achten Sie hierbei auf folgende Fallen, die auf den Anträgen eingebaut sind:

  • Ja, der zu Pflegende wird schon 6 Monate in häuslicher Umgebung gepflegt
  • Beantragen sie die Verhinderungspflege für das ganze Jahr und nicht nur für einen gewissen Zeitraum
  • Beantragen Sie die Verhinderungspflege stundenweise, sofern sie im eigenen Haushalt durchgeführt wird. Ansonsten ist die Verhinderungspflege auf 28 Tage begrenzt und es wird für diesen Zeitraum kein Pflegegeld bezahlt! (Die tageweise Verhinderungspflege dient lediglich als Erweiterung des Budgets der Kurzzeitpflege)
  • Verhinderung aufgrund von „sonstigen Gründen“ (das geht die Pflegekasse nichts an)
  • Beantragen sie die mögliche Übertragung von Leistung der Kurzzeitpflege auf die Leistungen

Pflegeberatung

Entsprechend seiner Einstufung muss ein Pflegegeldempfänger einmal im halben Jahr (bei den Pflegegraden 2 und 3) oder viermal im Jahr (bei den Pflegegraden 4 und 5) durch einen zugelassenen Pflegedienst prüfen zu lassen, dass die Pflege gesichert ist. Diese Bescheinigung des ambulanten Dienstes muss der Krankenkasse rechtzeitig zugesandt werden, damit das Pflegegeld nicht gekürzt oder ganz gestrichen wird. Beim Pflegegrad 1 sind diese Beratungsbesuche freiwillig.

Schulung pflegender Angehöriger

Oft übernehmen Angehörige einen Teil der Pflege zuhause. Die Pflege eines Angehörigen verlangt aber einiges an praktischem Wissen. Um den Pflegealltag leichter bewältigen zu können und Sicherheit zu gewinnen, bieten wir Ihnen Pflegekurse mit wichtigen Basisinformationen und konkreten Hilfestellungen an. Das Programm wird individuell an Ihre spezielle häusliche Situation angepasst. Die Pflegekasse übernimmt die Kosten für diesen Pflegekurs.

Kosten der Pflege

Die Preise für private Anbieter sind einheitlich in Baden-Württemberg und werden mit den Pflegekassen ausgehandelt. Verbände der Wohlfahrten und kirchlichen Träger haben jeweils (höhere) eigene Preise verhandelt.

 

Rundum-Betreuung

Die Rundum-Betreuung ist unsere Alternative zum Pflegeheim. Wir organisieren für Sie eine Pflegekraft, die bei Ihnen im Haushalt einzieht und Sie im Haushalt und bei der täglichen Pflege unterstützt. Durch unseren Pflegedienst können wir die Behandlungspflege durchführen und mit regelmäßigen Besuchen die Qualität sicherstellen.

Mehr zur Rundum-Betreuung

Allgemeines zur Pflege

Was genau bedeutet Pflege? Welche Leistungen fallen darunter? Wie gehen Sie vor, wenn Sie ein Pflegefall sind oder in Ihrer Familie ein Pflegefall vorhanden ist? Welche Leistungen können Sie dennoch in Anspruch nehmen, wenn Sie kein Pflegefall aber in einer Weise pflegebedürftig sind? Auf diese Fragen gehen wir hier näher ein...

Allgemeines zur Pflege

Pflegeeinstufung

Wie funktioniert die Pflegeeinstufung bzw. wie geht man dabei vor? Welche Pflegegrade gibt es und welche Pflegebeiträge stehen Ihnen zu? Was fällt unter Pflegesachleistungen? Was sind die Entlastungsleistungen?

Mehr zur Pflegeeinstufung

Pflege durch Fachkräfte

Welche Vorteile bringt es mit sich, Pflegefachkräfte einzusetzen? Was steht Ihnen hierbei zu? Wie werden die Kosten ermittelt, berechnet und ausgewählt?

Wir haben die wesentlichen Informationen zu den Modulen und Kostenvoranschlägen zusammengetragen...

Mehr zur Pflege durch Fachkräfte

Verhinderungspflege

Was ist Verhinderungspflege? Wer übernimmt die Ersatzpflege? Welche Kosten werden übernommen? Wie wird die Verhinderungspflege abgewickelt? Wie wird die stundenweise Verhinderungspflege gestaltet? Was müssen Sie dabei wissen bzw. beachten?

Hier finden Sie alle Informationen dazu...

Mehr zur Verhinderungspflege

Pflegeberatung

"Versicherte, die Pflegegeld erhalten, sind vom Gesetzgeber angehalten, sich von einem zugelassenen ambulanten Pflegedienst ihrer Wahl beraten zu lassen."

Gerne beraten wir Sie ausführlich, sodass Sie bestens vorbereitet sind für Ihren individuellen Fall.

Mehr zur Pflegeberatung

 

Kosten der Pflege

Was genau kostet das Zubereiten einer Mahlzeit, Besuche, Einkäufe und weitere Hilfetätigkeiten? Wie wird zwischen einer Pflegefachkraft, einer hauswirtschaftlichen Kraft und einer ergänzenden Hilfe unterschieden? Werfen Sie hier einen Blick in die Preisliste. Zudem finden Sie Informationen zu den Zusatzvergütungen.

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 Leitstelle Pflegeservice Habura

Leitstelle Pflegeservice Habura
Alte Kreisstraße 40
76149 Karlsruhe (Neureut)

Pflegeservice Habura Karlsruhe

Wir sind für Sie in der Umgebung unterwegs. Uns erkennen Sie an diesem Pflegedienstfahrzeug.